Es muss nicht immer Apple sein – wie das Nokia Lumia 920 zu mir fand (1/3)

Es muss nicht immer Apple sein – wie das Nokia Lumia 920 zu mir fand (1/3)


Das Nokia Lumia 920 ist der aktuelle Versuch von Nokia mit Windows Phone 8 den hart umkämpften Smartphonemarkt zurück zu erobern. Da mich aber schon die ersten Schritte des Unternehmens mit dem Lumia 800 und 900 beeindruckt hatten, habe ich mich nun entschlossen meinem iPhone 4 den Rücken zu kehren und Windows Phone 8 und Nokia eine Chance zu geben, mich zu begeistern.

Der Alltag vor dem Lumia 920

Bis vor wenigen Tagen habe ich mich im gut kontrollierten Apple Kosmos bewegt. Als Besitzer eines MacBook Pro, eines iPhone und eines iPad ist man ausnahmslos gewohnt, dass alles ineinander greift. 

Man surft zu Hause im Web, liest gerade seine Lieblingsblogs und stellt erschrocken fest, dass es Zeit ist zur Uni oder zur Arbeit zu gehen. Also macht man sich fix fertig und auf dem Weg zur U- oder S-Bahn zückt man sein iPhone und kann dank iCloud Tabs schnell den eben noch angefangen Beitrag aufrufen und weiterlesen. 

In der Uni angekommen bin ich dann auch mit dem Lesen fertig und zaubere mein iPad aus dem Rucksack, um vor Vorlesungsbeginn nochmal die Folien von letzter Woche zu rekapitulieren. Während der Vorlesung stellt auf einmal der Kommilitone neben einem fest, dass ihm aus Vorlesung X noch eine Mitschrift fehlt und gibt mir seine eMail-Adresse, mit der Bitte ihm bei Zeiten meine Unterlagen zu Mailen. Also Kontakt schnell auf dem iPad angelegt und ohne mir  groß Gedanken zu machen, findet er sich auf magische Art und Weise auch auf allen meinen anderen Apple Geräten wieder. 

Zurück Zuhause mache ich dann mit dem iPhone Fotos von der Mitschrift, die dank Fotostream auch sofort auf dem Mac wiederzufinden sind. Dort schneide ich letztendlich noch die hässlichen Ränder weg und schicke dem Kommilitonen das Ergebnis dieses perfekten Zusammenspiels meiner drei Apple Produkte.

iPhone 5 – nein Danke

Nun wird sich der Eine oder Andere von euch sicher Fragen, was das denn für ein Idiot sein muss, der dieses perfekte Teamwork freiwillig durch den Kauf eines nicht Apple Smartphones zerstört. 

 Er hätte sich ja auch einfach ein iPhone 5 zulegen können und weiter in dieser tollen von Apple und iCloud-Welt dominierten Welt leben können.

Was mich dann aber vom Kauf eines iPhone 5 abgehalten hat war, einerseits das neue Design und andererseits der hohe Preis. Das flache, schlankere Design mögen sicherlich viele Leute ansprechend empfinden und als natürlichen oder einzig logischen Entwicklungsschritt seitens Apple sehen, so jedoch nicht ich.

Das iPhone 5 ist zwar flach wie eine Flunder und mit 112 Gramm leicht wie eine Feder, was es somit zu einem oder vielleicht dem leichteste Smartphone in dieser Größe macht, bietet mir jetzt aber noch mal welchen Mehrnutzen im Vergleich zu meinem iPhone 4? Der offensichtlichste Unterschied scheint auf den ersten Blick das neue 4 Zoll Display zu sein, das mich aber nach längerem Testen im Apple Store München nicht überzeugen konnte. Ich habe gegenüber dem3,5 Zoll Display im Vorgänger eigentlich nur eine Reihe mehr an Icons auf dem Homescreen gewonnen und sehe somit beim Surfen, Twittern oder Facebooken ein bisschen mehr von der jeweiligen Anwendung und deren Inhalt. Ist zwar ganz nett, aber im Vergleich zu den top Smartphones der Konkurrenz immer noch ein kleines Display. Natürlich ist auch bei diesem Produkt die gewohnt gute Apple Qualität vorzufinden, das niedrige Gewicht zerstört aber meiner Meinung nach eben diesen Eindruck wieder. Gebürstetes Aluminium und Glas mögen mit die hochwertigsten Materialen sein, aus denen ein Smartphone bestehen kann, wenn mir aber mein Kopf immer wieder das Gefühl gibt, dass etwas so hochwertiges gar nicht so leicht sein dürfte, bin ich mit dem „Handerlebnis“ nicht zu frieden. Statt Größer, dünner, hätte größer, dünner, gleich schwer sicherlich ein positiveres Handfeeling hinterlassen. Auf der Hardwareseite konnte mich das iPhone 5 also nicht überzeugen.

Bei der Software wäre dank Apples tollem Support für die sogenannte legacy hardware (alte Geräte) alles beim alten geblieben. iOS 6 läuft eben so gut auf meinem iPhone 4, auch wenn vielleicht nicht ganz so schnell wie auf dem vom A6-Prozessor betriebenen iPhone 5. Bei Spielen verhält es sich nicht anders. Sie laufen auf dem alten Gerät wunderbar, auch wenn sie sicherlich um einiges schneller und schöner auf einem neuen iPhone 5 dargestellt werden. Daddeln tue ich aber höchstens auf dem iPad, sodass auch der neuer A6-Prozessor keinen Reiz auf mich ausgeübt hat. Zwar hat mein iPhone 4 nun kein Siri, aber wozu Siri auf noch auf dem iPhone haben, wenn die gute Frau mir doch schon auf dem iPad immer wieder demonstriert, dass sie zu nichts, außer dem Wecker stellen, taugt. Versteht mich nicht falsch, auf dieses liebgewonnene Feature möchte ich in meinem Leben nicht mehr verzichten, aber ob mich nun mein Tablet oder mein Telefon am Morgen weckt, soll, ist und war in diesem Fall einfach kein ausschlaggebendes Kaufargument.

Mein iPhone 5 Fazit

Zusammenfassend hat mich das Ding also einfach nicht vom Hocker gehauen. Das soll jetzt wiederum nicht heißen, dass das iPhone 5 ein schlechtes Smartphone ist, aber für mich schien es einfach nicht das richtige. Denn wenn ich schon 679€ für ein neues Telefon ausgebe – Apple hat übrigens den Preis für die 16GB Variante vom iPhone 4s gegenüber dem iPhone 5 von 629€ auf 679€ erhöht – erwarte ich einfach mehr überragende Features, die mir mein aktuelles Gerät nicht bieten kann. Das blieb mir bei Apple aber verweht, so dass sie nun eben ein iPhone weniger verkauft haben. Das wird sie sicherlich wenig interessieren, sollte ich aber nicht der einzige sein der so denkt, dann vielleicht doch.

Es geht weiter

Die Tage geht es dann mit  Teil 2 von „Es muss nicht immer Apple sein – wie das Nokia Lumia 920 zu mir fand“ weiter. Dort erfahrt ihr dann wie ich auf Windows Phone 8 kam und was mich zum Kauf des 920 bewegt hat.

Herr Dice

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