Es muss nicht immer Apple sein – wie das Nokia Lumia 920 zu mir fand (2/3)

Es muss nicht immer Apple sein – wie das Nokia Lumia 920 zu mir fand (2/3)

Im ersten Teil habt ihr ja jetzt schon erfahren, wieso ich mich gegen das iPhone 5 entschieden habe. Jetzt gilt es nur noch zu klären, was mich letztendlich dazu bewogen hat Nokia und seinem Lumia 920 eine Chance zu geben.

Caught by Nokia

Schon zu Zeiten als ich noch neben dem Studium bei einem Mobilfunkanbieter gearbeitet habe, hat mich Windows Phone 7.5 fasziniert. Das Kacheldesign war neben Apples iOS und dem mir zu ähnlichen wirkenden Android eine erfrischende Abwechslung. Ebenfalls angenehm war es einem neuen Hardwaredesgin über den Weg zu laufen. Bis Angang beziehungsweise Mitte 2012 ähnelte mir das Design vieler Smartphones, besonders der von Samsung, zu sehr dem iPhone 4. In dem Wahnsinn, alles so anzubieten wie Apple, haben viele Hersteller hier wohl auch vergessen, dass es neben schwarz und weiß noch andere Farben gibt, in denen man Smartphones produzieren kann. Doch Nokia hat mit seinem Lumia 800 und später mit seinem Lumia 900 diese Marktlücke entdeckt und brachte ein Stück Hardware heraus, das endlich einmal bunt sein durfte.

Optisch hatte mich Nokia damit schon im Sack, doch da man als Mobilfunkverkäufer gezwungenermaßen mit den Geräten rumspielen muss, findet man auch recht schnell deren Schwächen. Auf der Hardwareseite hat mir als iPhone Besitzer einfach ein hochauflösendes Display und ein zeitgemäßer Prozessor gefehlt. Softwareseitig waren simple Sachen, wie eine Screenshotfunktion oder echtes Multitasking, noch nicht in das Betriebssystem integriert. Außerdem ging mir dieser enorm unnötige Pfeil rechts neben den Kacheln einfach wahnsinnig auf den Keks. Warum zum Henker sollte man so viel, von einem eh schon nicht allzu großen Display, verschwenden, nur um permanent anzudeuten, dass der Benutzer nach links wischen kann, um einen Überblick über alle Apps zu erhalten.

Alles in allem war ich also hin und weg von der Optik und dem Grundprinzip von Windows Phone, war mir aber sicher, dass Microsoft das mit dem OS noch besser könne, womit ich im Nachhinein ja Recht behalten sollte.

iPhone 5, Lumia 920 oder Windows Phone 8X

Nokia beziehungsweise Windows Phone hatte ich also schon auf dem Schirm, als es diesen Winter darum ging, sich nach zwei Jahren wieder für ein neues Smartphone zu entscheiden.

Da ich von Natur aus ein technikinteressierter Mensch bin habe ich natürlich schon lange vor der offiziellen Vorstellung von Windows Phone 8 von den ersten Details, wie dem neuen Kacheldesign und den Livetiles gehört. Das hatte mein Interesse nur bestärkt, so dass ich gespannt auf die Vorstellung der neuen Lumia Geräte und der von HTC im Oktober wartete. Die beiden stellen dann auch wirklich zwei wunderschöne Geräte vor. Ich befasste mich dann bei meiner Suche mit beiden genauer und auch wenn ich gestehen muss, dass mir das HTC 8X ein Tick besser gefallen hat, entschied ich mich am Ende für das Lumia.

Das HTC ist zwar schlanker, leichter und kleiner, konnte mir aber nicht das bieten, was ich gesucht habe. Wie schon im ersten Teil dieser Reihe beschrieben, nutze ich die Kamera viel in der Uni, da oft Lösungen zu lang sind, um abgeschrieben werden zu können, so dass ein gutes Foto viel Schreibarbeit erspart. Auch im normalen Leben habe ich mit meinem iPhone immer wieder viele Fotos gemacht und wenn man mal genau betrachtet wie viele Fotos man in einem Monat so macht, ist es wirklich eine tolle Sache wenn diese auch in einer guten Qualität zu Hause am großen Bildschirm betrachtet werden können. Die eindeutig beste Kamera aller drei Smartphones hat hier Nokia in seinem Gerät verbaut, so dass dieser Punkt nicht an Apple und HTC sondern an das Lumia 920 ging.

Ebenso wichtig war mir der interne Speicher. Ich bin kein Fan von SD-Karten, da ich in meiner Zeit bei einem der Mobilfunkanbieter erlebt habe, was die Dinger für Probleme bereiten können. Immer wenn man sie gebraucht hat, war kein Verlass auf sie. Das Lumia hat 32 GB internen Speicher verbaut bei einem Preis von 600€. Ein vergleichbares iPhone kostet hier schon fast 800€. In Anbetracht meiner Musiksammlung, die mehr als 16 GB umfasst, fiel preislich das iPhone einfach heraus, denn 800€ für ein Smartphone finde ich einfach maßlos übertrieben. Das 8X anderseits wird lediglich nur mit 16 GB vertrieben, sodass auch hier der Punkt an das Lumia 920 ging – 16 GB interner Speicher waren einfach zu wenig.

Das war dann der Punkt, an dem das iPhone in Verbindung mit meinen anderen Eindrücken aus Teil 1 endgültig ausgeschieden war. Blieb jetzt nur noch die Wahl zwischen dem HTC 8X und dem Nokia Lumia 920.

Das Gewicht und die Dicke waren für mich hier kein KO-Kriterium. Denn ob ich nun statt den 140g des iPhones die 180g des Nokia Smartphones mit mir rumtrage oder mein Telefon ohne Hülle nun so dick ist, wie das iPhone mit Hülle störte mich herzlich wenig. Meine letzten Bedenken erloschen dann als ich ein Video gesehen habe, in dem das Lumia kaum zu zerstören war. Ob Messer, Hammer oder Auto, das Ding war am Ende nur mit einem gezielten Schlag mit einem Baseballschläger gegen einen Laternenpfahl zu zerstören. In dieser Kategorie vergab ich  aber keinen Punkt, da das HTC und das Nokia circa gleich Dick sind und das Gewicht mir nicht besonders wichtig war. Und jeder der jetzt sagt 180g seien zu schwer, der sollte sich mal Gedanken über seine Oberarmmuskulatur machen.

Viel mehr Punkte gab es dann auch nicht mehr zu beachten, die für das 8X sprechen konnten. Das Clear Black Display von Nokia mit  der Möglichkeit das Smartphone auch bei Sonnenlicht gut lesen zu können und sogar mit Handschuh zu bedienen war dem normalen Display von HTC überlegen. Von der tollen zusätzlichen Software die Nokia mit seinen Geräten ausliefert ganz zu schweigen. Kostenlose weltweite Navigation, Nokia Musik mit offline Mixen und eine Möglichkeit per Bluetooth Kontakte zu übertragen sind wirklich tolle USPs (unique selling propositions), die mich letztendlich überzeugt haben.

Entscheidungsfazit

Nokia bot mir im Gesamtpaket also mit seinem Lumia 920 bessere Software und Hardware für meine Ansprüche. Den Kauf habe ich seit diesem Tag keineswegs bereut. Anfänglich hatte ich zwar Akkuprobleme, diese sind aber jetzt behoben, sodass ich circa alle 2 Tage bei mäßiger Nutzung an die Steckdose muss. Ich besitze keinerlei Induktionsladegerät, da ich immer wieder Berichte gelesen habe, dass sich das Gerät dann enorm erhitzt und auch die Akkulaufzeiten nach der Benutzung der Ladestation gelitten haben. Alle anderen kleinen Softwareprobleme werden sollen ja mit dem für Februar erwarteten Update behoben werden.

Es geht weiter

Da sich jetzt einige Stimmen vernommen habe, die wissen wollten, wie sich das Lumia 920 im Alltag schlägt, wird es noch einen dritten Teil von „Es muss nicht immer Apple sein“  geben, der sich diesem Thema ausgiebig widmen wird.

Herr Dice

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Ein Gedanke zu “Es muss nicht immer Apple sein – wie das Nokia Lumia 920 zu mir fand (2/3)

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